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CD Kritik im Kultur SPIELGEL

Felix und Fanny Mendelssohn: "Streichquartette" (Genuin) Nicht immer halten die Plädoyers für Fanny Hensel, geborene Mendelssohn Bartholdy, was sie versprechen. Aber ihr Es-Dur-Quartett von 1834 kann sich in lyrischer Kraft durchaus mit den Werken des Bruders messen. Dass das vorbildlich einfühlsame Zürcher Merel Quartett dazu op. 80 und op. 81 von Felix spielt, seine Trauermusiken nach dem Tod der geliebten Schwester, macht die Aufnahme zum anrührenden Dokument.

Kultur SPIELGEL 6/11
 
 
 
 

Kritiken zum Tonhalle Konzert

Beide Zürcher Zeitungen berichten begeistert vom Konzert des Merel Quartets



Eigene, neue Züge

Das Merel-Quartett in der Tonhalle Zürich
Mit aufsehenerregenden Interpretationen der Streichquartette von Joseph Haydn, Felix Mendelssohn Bartholdy, Leos Janacek, György Kurtág und David Philip Heiti hat sich das Merel-Quartett auf dem Gebiet der älteren, neueren und neusten Musik gleichermassen verdient gemacht. Sein Erfolg basiert auf einer schlanken, erdig-warmen Klanggebung und auf Auslegungen, die von starkem Kommunikationswillen geprägt sind. Wie der j¨ngste Abend im Kammermusik-Abonnement des Tonhalle-Orchesters Z¨rich gezeigt hat, offenbart in dieser Spielart nicht nur jede einzelne Komposition eigene, neue Züge, sondern es treten auch Beziehungen zwischen den Werken und Epochen hervor. In schlichter Formschönheit erklang Robert Schumanns zweites Streichquartett in F-Dur, dessen schnelle Sätze das Merel-Quartett in zügigem Tempo nahm. Der rhythmischen Präzision tat das aber keinen Abbruch — ganz im Gegenteil: Das Thema des Kopfsatzes erschien im energischen Zugriff der Primaria Mary Ellen Woodside besonders schlüssig. Im Scherzo wirbelten die Arpeggi nur so in die Höhe, und es verbreitete sich eine gelassene Heiterkeit, in welche sich die Auszü̈ge aus Heinz Holligers «COncErto» bestens einfüg­ten.
Das Merel-Quartett kombinierte die verschiedenen «Soli» des offen angelegten Werks von Holliger sinnvoll; in den Überlappungen der ein­ zelnen Teile ergaben sich reizvolle Verzahnungen. Woodside, Meesun Hong (zweite Violine), Alex­ ander Besa (Viola) und Rafael Rosenfeld (Cello) wussten auch aus den komplizierten Spielweisen der zeitgenössischen Musik jederzeit klanglich Delikates hervorzuzaubern. Schliesslich zeugten auch die nebulöse Lyrik im Andante von Sándor Veress' erstem Streichquartett und die düstere Dramatik in Johannes Brahms zweitem Streich­ quartett in a-Moll von einer Zugangsweise, die den Weg in die Zukunft der Interpretation klassischer Musik weist.

NZZ, 10.5.201D

Das Zürcher Merel-Quartett mit Sinn für Kontraste
Zürich, Tonhalle —Johannes Brahms war ein skrupulöser Komponist. Ganz besonders in der Königsdisziplin der Kammermusik: Über 20 Streichquartette soll er geschrieben haben, bis er eines veröffentlichungswürdig fand. Grosse Qualitätsansprüche gibts aber auch bei Interpreten. Das Zürcher Merel-Quartett setzt die Messlatte für seine Darbietungen jedenfalls sehr hoch. Wie die Geigerinnen Mary Ellen Woodside und Meesun Hong, der Bratschist Alexander Besa und der Cellist Rafael Rosenfeld Brahms' 2. Streichquartett spielen, wie sie dessen feine Spinnfäden sortieren und beleuchten, ihre verzwickten Beziehungen zueinanderbringen, das ist betörend. Nur schon die ersten paar Takte sind von ho­ hem Feinsinn der Formulierung und hauchzarten melodischen Linien geprägt — es entsteht ein sanft wiegendes Hin und Her. Und wie ein Schrei zerreisst ein Unisono das ganze Gebilde: zu Ende der sehnsüchtige Traum.

Das Gefühl für Kontraste: Sensibilität, Nervosität, Leidenschaft, hellwaches Lauschen und Erwidern, hier Zartheit und Empfindungstiefe, dort Aufbrausen, all diese Gegensätze bestimmen sowohl Brahms als auch Robert Schu­ manns zweites Streichquartett. Jedes billige Auftrumpfen wird vermieden, obwohl auch bei Schumann die helle Freude an manchem handfesten Forte nicht zu überhören ist. Dem Schwebenden indes, den Traumgesten, der Ambivalenz, die seine Komposition prägt, kommen sie wirklich nahe. Und auch in Holligers Auszügen aus seinem «COncErto...? Certo! — cOn soli pEr tutti (...perduti?...)!» und in Sandor Veress' erstem Streichquartett bewegen sie sich traumwandlerisch sicher durch die Extreme der Klanglandschaften. Das Ensemble zeigt ein wunderbares Zusammenwirken der Energien, stilistische Souveränität und einen aussergewöhnlichen Sinn für Differenzen. Tom Hellat


Tages Anzeiger, 10.Mai 2011
 
 
 
 

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Merel Quartet in Italien

Wir beginnen eine Zusammenarbeit mit der Italiensischen Agentur Leonardo Finotti
So können Sie das Quartett bald auch in diesem wunderbaren Land hören...
 
 
 
 

Strings Magazine über das Merel Quartet


Das “Strings Magazine” bringt einen Beitrag über die Merels in seiner Januar 2011 Ausgabe.
Hier den Artikel lesen.
 
 
 
 

Ensemble Magazin Interview


Das Deutsche “Ensemblem Magazin" bringt in seine Ausgae 5/2000 ein Interwiew mit den Merels als Titelstory.
Hier nachlesen.
 
 
 
 

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